Michel Watzinger

Musikalischer Werdegang

Der Münchner Michel Watzinger studierte Hackbrett, Zither und Alte Musik am dortigen Richard-Strauß-Konservatorium. Musikalisch bewegt er sich zwischen Volksmusik, Klassik sowie zeitgenössischer Moderne und arbeitet seit 2007 für renommierte Ensembles, wie die Pocket Opera Company (Nürnberg) oder das Buddha-Bar-Project (Paris). Über all die Jahre blieb Michel Watzinger seiner Lust am Experimentieren treu. Bereits 1996 gewann er mit der facettenreichen Band „moreshi“ den Theatron Rocksommer in München.

Während und nach dem Studium entstanden viele farbenreiche Crossoverprojekte mit Künstlern aus unterschiedlichen Sparten, Bühnenprogramme und Projekte u. a. mit Barbara Dorsch, Ruth Geiersberger und Veronika von Quast bis zu CD-Einspielungen mit Josef Parzefall (Dr. Döblinger), Sandra Hollstein (Jodelfish), Konstantin Wecker und Andrea Pancur (Alpenklezmer) sowie eine Zusammenarbeit mit der Filme- und Liedermacherin Janna Wanders (YA-HA!) und dem Hip Hop Sänger Kung Schu (Blumentopf). Seine Gastspiele für „A Glezele Vayn“ führten zu einer bis heute bestehenden musikalischen Zusammenarbeit mit Szilvia Csaranko (Hannover) und Achim Rinderle (Immenstadt).

Die Liebe zur Vielseitigkeit ist in allen musikalischen Ensembles zu spüren. Mit der Caféhaus-Band „Croque Messieurs“ wird tief in die Schlager- und Chansonkiste gegriffen, ohne dabei kitschig zu werden. Das Ensemble „SiTé“, unter der Leitung von Helmut Weigl, widmet sich mit puristischer Leichtigkeit Werken aus dem Barock und der Frühklassik und lässt seltene historische Originalliteratur in der Besetzung Hackbrett (Salterio), Theorbe und Chitarrone erklingen.

Michel Watzinger spielte Auftragswerke von Dorothea Hofmann, Laurence Traiger, Rudi Spring und Florian Burgmayr und gastierte für mehrere Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten u. a. in Venedig und Ljubljana. Theaterproduktionen, Film- und Rundfunkaufnahmen für den BR sowie solistische Gastauftritte für das Schweizer 21st Century Orchestra ergänzen den musikalischen Werdegang.

Als Veranstalter organisierte Michel Watzinger gemeinsam mit den Galeristen Andrea Tschechow und Erik Mosel im November 2011 erstmals den Salon „Kunst zum Hören und Sehen“. In der Wiederauflage im Jahr 2015 wurde der „Kunstsalon auf Wanderschaft“ an unterschiedlichen Spielorten von der Landeshauptstadt München gefördert und bezuschusst. Im Februar 2019 startete das wiederum von der Stadt München geförderte Projekt „zimmerspiele“ in Zusammenarbeit mit der Sängerin Martina Koppelstetter und Künstlergästen wie der Akkordeonistin Maria Reiter und der Performancekünstlerin Ruth Geiersberger (Verrichtungen).

Experimentelles wagen ist auch das Motto für die gemeinsame Arbeit mit der Schauspielerin Maria Hafner (Hasemanns Töchter) und dem Musiker und Komponisten Florian Burgmayr für das Festival „LautYodeln“ (2019) in Kooperation mit dem Trikont- Verlag am Volkstheater in München.